Foto: Jürgen Nuppenau
Foto: Jürgen Nuppenau
Auf zehn Feldern spielten insgesamt 1500 Nachwuchshandballer in Ahrensburg ihre Turniersieger aus. MF
Auf zehn Feldern spielten insgesamt 1500 Nachwuchshandballer in Ahrensburg ihre Turniersieger aus. MF

Turnier für 1500 junge Handballer auf der Kippe

AHRENSBURG Das traditionsreiche Jugendturnier der Handballabteilung des Ahrensburger TSV begeisterte 1500 Kinder und Jugendliche. Besonders erfolgreich war der Gastgeber. So gewann Lena Vogt (li.) , hier gegen Azemina Izmirlic vom AMTV Hamburg, mit dem TSV das Turnier der weiblichen Jugend B. Ob es 2024 allerdings die 55. Auflage des Turniers geben wird, ist ungewiss.

Traditionsturnier des TSV droht das Aus

Jugendhandball im Kreis Stormarn
Ahrensburger Freiluftveranstaltung könnte der Platz fehlen

Die Handballer des Ahrensburger TSV haben ihren traditionellen GHD-Cup veranstaltet. Bei der 54. Auflage des Ahrensburger Jugendturniers tummelten sich zwei Tage lang über 1500 junge Handballer auf ungewohntem Terrain. Zehn Spielfelder hatten zahlreiche Helfer auf dem Rasenplatz Reeshoop aufgebaut, damit insgesamt 146 Mannschaften aus 33 Vereinen ihre 418 Spiele absolvieren konnten.

Rund 1500 Sportler am Start

In sechs Altersklassen bei Jungen und Mädchen wurden zwölf Turniersieger ausgespielt. Hinzu kam ein Turnier für Minimannschaften. 69 Spielerinnen und Spieler von der SG OSF Berlin übernachteten in der Sporthalle der Grundschule am Schloss. Der Hauptstadtclub hatte auch die weiteste Anreise.
„Wir mussten fünf Spielrunden mehr ansetzen als im letzten Jahr und an beiden Tagen jeweils eine Stunde früher beginnen“, erklärte ATSV-Handballabteilungsleiter Lars Kiesbye, dem für die Mammutaufgabe eine große Helferschar aus der gesamten Abteilung zur Verfügung stand.
Transport der Tore, Spielfeldmarkierungen, der Aufbau der Verkaufsstände, das Organisieren von Tombolagewinnen, der Einkauf von Essen und Getränken, die Erstellung des Spielplans, die Zubereitung des Frühstücks für die Übernachtungsgäste, die Leitung der Spiele durch Schiedsrichter und auch die Turnierleitung an den Spieltagen – all das erforderte jede Menge freiwilliges Personal.
„Das Turnier war ein Mega-Erfolg“, so Kiesbye. „Wir haben eine Menge an Dankeschön-Nachrichten von anderen Vereinen erhalten, die vor allem die perfekte Organisation gelobt haben. Am Turnierende hatten wir gerade mal eine Verzögerung von einer einzigen Minute.“

Gastgeber stellt das erfolgreichste Team

Gleich drei Turniersieger konnte der Gastgeber aus Ahrensburg selbst stellen und war damit erstmalig seit vielen Jahren wieder der erfolgreichste Verein. In der weiblichen A-Jugend sowie der männlichen und weiblichen B-Jugend setzten sich die Schlossstädter am Ende gegen jeweils drei Konkurrenten in Hin- und Rückspiel durch. Die Zukunft des traditionellen Turniers, das seinen Ursprung Anfang der 1960er-Jahre hat, ist indes ungeklärt.
Denn auf einem Teil des Sportplatzes soll eine neue Dreifeldhalle für die Grundschule am Schloss gebaut werden - für die erforderlichen zehn Spielfelder wäre dann nicht mehr genügend Platz. Außerdem soll der Rasenplatz in einen Kunstrasenplatz umgewandelt werden. „Wir hoffen sehr, dass unsere Veranstaltung auch weiterhin einen Platz in Ahrensburg findet“, sagte Kiesbye.

Quelle: Stormarner Tageblatt vom 12.05.2023

 

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