Neues Ziel: ATSV will sich mit Anstand verabschieden
Ahrensburger Handballer beginnen „Abschiedstournee“ aus der Hamburg-Liga am Sonntag gegen AMTV
Ahrensburg

Sechs Punkte und siebenundsiebzig Tore. Das ist drei Spieltage vor Saisonende der Rückstand der Hamburg-Liga-Handballer des Ahrensburger TSV auf das rettende Ufer. Der Illusion, dass die Stormarner den Klassenerhalt noch schaffen könnten, gibt sich beim ATSV niemand hin. Auch Trainer Michael Repky, erst vor zwei Wochen verpflichtet, um den Abstieg zu verhindern, ist realistisch: „Wir haben keine Chance mehr.“

Ohne jeglichen Druck können die Schlossstädter also in die Partie am Sonntag (17 Uhr, Heimgartenhalle) gegen den Tabellenvierten AMTV Hamburg gehen. In der Vorbereitung auf dieses Spiel hat die Pleite in Niendorf am vergangenen Wochenende keine Rolle mehr gespielt. „Über die Partie gab es nichts mehr zu sagen“, erklärt Repky, der auf eine Aufarbeitung mit seinem Team verzichtet hat. Und so geht es für den ATSV bis zum Saisonende vor allem darum, sich mit Anstand aus der Liga zu verabschieden. Nach 16 Jahren, in denen die Ahrensburger immer mindestens in Hamburgs höchster Spielklasse vertreten waren, müssen sie am Ende der Saison den Gang in die Landesliga antreten.

Der AMTV als erster Gegner der kurzen „Abschiedstournee“ ist mit großen Ambitionen in die Saison gestartet, wollte den Aufstieg in die Oberliga schaffen. Nach der Hinrunde standen die Chancen auf die Meisterschaft für das Team von Ex-ATSV-Spieler Steffen Liepold gut. Punktgleich mit dem FC St. Pauli und der HG Norderstedt stand der AMTV an der Tabellenspitze. Nach sieben Minuspunkten in der Rückrunde können die Altrahlstedter das Thema Aufstieg jedoch ad acta legen. Mit Florian Deppe (2./120 Tore), Lukas Elandt (3./115) und Jan-Niklas Rode (10./98) hat das Team gleich drei Akteure in den Top Ten der Liga-Torschützenliste, auf die die Repky-Sieben vermehrt ein Augenmerk richten muss.

Ein Fragezeichen beim ATSV steht noch hinter den Einsätzen von Kreisläufer Norbert Schrader und Markus Fraikin (beide Leistenprobleme).
mf

Quelle: Stormarner Tageblatt vom 25.03.2011

 

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