Der verlustpunktfreie Regionalliga-Absteiger zeigt in den ersten 30 Minuten seine beste Halbzeit in dieser Saison.

Ahrensburg. Fünftes Spiel, fünfter Sieg - die Handball-Frauen des Ahrensburger TSV bleiben ein ganz heißer Kandidat auf den Titelgewinn in der Oberliga Hamburg. Ihren "Angstgegner" Hamburger SV, der nach Auffrischung seines Ü-30-Kaders mit sechs Neuzugängen noch nicht frühere Klasse erreicht hat, zeigten sie beim 28:19 (19:10) eindrucksvoll die Grenzen auf.

"Ich hatte schon in den letzten Trainingseinheiten vor dem Spiel ein gutes Gefühl", sagte Coach Tilo Labs, obwohl er erneut auf Rückraumspielerin Anastasia Günter (Hautreizung) verzichten musste. "Wir haben mittlerweile fünf gute Aufbauspielerinnen, sodass selbst ein solcher Ausfall zu kompensieren ist", sagte der Trainer.

Die Basis für den Erfolg legten die Ahrensburgerinnen in der Abwehr, die zwar den Großteil der gegnerischen Kreisanspiele nicht verhindern konnte, woraus Gegentore und Siebenmeter resultierten. Da jedoch der Rückraum der Gäste häufig am Mittelblock mit Kerstin Felkel und Lena David scheiterte und Torhüterin Daniela Laupichler (15 Paraden in 40 Minuten) glänzend hielt, setzten sich die Stormarnerinnen frühzeitig ab. In den letzten neun Minuten vor der Pause bauten sie ihren Vorsprung von 9:7 auf 19:10 aus. "Das war unsere bislang beste Halbzeit", sagte Kotrainer Thies Nowacki.

Dass es trotz guter Vorsätze nach der Pause nicht so weiterging, hatte vornehmlich zwei Gründe. Zum einen steigerte sich der HSV kämpferisch und stellte mit Marion Werner eine stärkere Torfrau, zum anderen wirkten die ATSV-Spielerinnen teilweise übermotiviert und übertrieben riskante Aktionen. Allein fünf Versuche der Torhüterinnen, mit langem Pass einen Tempogegenstoß einzuleiten, misslangen.

Ihr nächstes Pflichtspiel bestreiten die Ahrensburgerinen am Dienstag, 13. November (20.15 Uhr, Dratelnstraße), in der zweiten Runde des Hamburger Pokalwettbewerbs bei der SG Wilhelmsburg (Zweite Liga).

Die Tore des Ahrensburger TSV warfen: Kerstin Felkel (8/4), Katharina Rathke (4), Svenja Lassen (4/1), Silke Thom, Lena David (je 3), Jana Liesegang, Nadine Synold (je 2), Nadine Grunwald und Simona Stahl (je 1).