AHRENSBURG. Nach zwei Trainingseinheiten, in denen der Ball eine eher untergeordnete Rolle spielte, präsentierten sich die Handball-Frauen des Ahrensburger TSV zu Beginn der zweiten Vorbereitungsphase beim Testspiel gegen die Lauenburger SV (Oberliga Schleswig-Holstein) schon in überraschend guter Verfassung. Zwar wollte Trainer Tilo Labs das 36:16 nicht überbewerten, es erstaunte ihn aber, mit welcher Konsequenz sein erstmals in dieser Besetzung aufgetretenes Oberligateam die Vorgaben umsetzte.

Ihre Fitness bewiesen die Spielerinnen anschließend beim Triathlon rund um den Bredenbeker Teich - Kerstin Felkel setzte sich nach 280 Meter Schwimmen, 16 Kilometer Radfahren und 4800 Meter Laufen vor Svenja Lassen durch. Als überdurchschnittlich erwies sich auch das Durchhaltevermögen beim Polterabend von Kreisläuferin Silke Schöning und Supporter Sönke Thom.

Bis zum Saisonstart Mitte September will Labs eine weitere Rückraumspielerin verpflichten, nachdem Katharina Wilken doch noch absagte. Die 19-Jährige aus der A-Jugend des PSV Rostock geht zum Buxtehuder SV in die Bundesliga. Umso wichtiger ist die Zusage der schnellen Außenspielerin Svenja Lassen (27; SC Kisdorf).

Während Torhüterin Sabine Meier (20; HSC Magdeburg) gegen Lauenburg fehlte, zeigten sich die anderen jungen Neuen bereits gut integriert. Die 19-jährigen Nadine Synold, Jana Liesegang (beide HG Norderstedt) und Janicke Bielfeld (HSG Henstedt-Ulzburg) verfügen über Erfahrung aus der Jugend-Regionalliga und traten selbstbewusst auf. Synold zeigte mit acht Toren in einer Halbzeit ihre Konterstärke.

Obwohl auch Meier, die auf sechs Einsätze in der Zweiten Bundesliga verweisen kann, für einen Qualitätsschub sorgt, sieht Labs den Wiederaufstieg nicht als Selbstgänger: "Unsere Nachwuchstalente müssen sich erst an das raue Klima im Erwachsenenbereich gewöhnen."mabo