AHRENSBURG. Mit einer Doppelveranstaltung hofft der Ahrensburger TSV den derzeitigen Handball-Boom in Deutschland am Sonntag auch in die Heimgartenhalle (Reesenbüttler Redder) zu holen. Dabei stehen beide Regionalligateams vor schwierigen Aufgaben.

Druck verspüren jedoch nur die ATSV-Frauen, die um 15 Uhr den Brandenburger Mitaufsteiger MTV Altlandsberg empfangen. "Wir haben zwar noch vier Punkte Luft bis zur Abstiegszone, ein zweiter Heimsieg zum Abschluss der Hinserie täte uns aber gut", sagt Trainer Tilo Labs.

In der momentanen Verfassung sieht er sein Team jedoch als Außenseiter. "Trainingsbeteiligung und -intensität sind derzeit unbefriedigend", sagt der Coach, "zudem fallen mir immer wieder wichtige Stammkräfte aus." Während Bettina Winterberg wieder fit ist, ist der Einsatz von Kerstin Schmidt (Zerrung) und Kim Schmidhuber (Fieber) fraglich. Nicht mehr dabei ist Katja Voigt, die künftig die Oberligamannschaft unterstützt.

Insofern ist ATSV-Männertrainer Jens Lüdtke privilegiert. Er geht davon aus, dass Thiago Santos (Fieber) rechtzeitig gesund wird und kann dann mit vollem Kader gegen die HSV Insel Usedom antreten (17 Uhr). "Wir wollen mehr Dampf machen als in den vergangenen Heimspielen", sagt Lüdtke und verlangt eine Fortsetzung des erfolgreichen Konterspiels, das zuletzt den klaren Erfolg bei der HSG Nord-NF ermöglichte.

Respekt hat der Coach vor dem zwei Meter großen Linkshänder Mateusz Zaremba, der mit 116 Treffern die Torschützenliste der Liga anführt. "Zieht man die 43 Siebenmeter ab, ist unser Christoph Palder mit 101 Toren aber besser", so Lüdtke, der auf das gewachsene Selbstvertrauen seiner Mannschaft baut und das junge Gästeteam auch wegen der langen Anreise im Nachteil sieht. "Außerdem wollen wir so lange wie möglich Siebter bleiben."mabo