Ahrensburg. Nun hat es die Oberliga-Handballer des Ahrensburger TSV also doch erwischt: Nach acht Siegen in Serie verlor der Tabellenführer beim Buxtehuder SV unerwartet deutlich mit 28:34 (12:17). Lediglich Trainer Dirk Schimmler war von der Niederlage wenig überrascht: "Das habe ich ehrlich gesagt kommen sehen. Einige in der Mannschaft haben schon angefangen zu träumen und darüber vergessen, dass auch wir uns Erfolge an jedem Spieltag aufs Neue hart erarbeiten müssen", so der Coach. Die Niederlage ist jedoch verschmerzbar, da mit der HG Barmbek und der HSG Sasel/DUWO auch zwei Mitkonkurrenten Federn ließen. Schimmler: "Außerdem gehe ich davon aus, dass dies ein einmaliger Ausrutscher war."

Von der Kollektivkritik nahm der Coach nur Marc Monich aus, der immerhin elfmal traf, im Rückraum jedoch auf sich allein gestellt war, da weder der grippegeschwächte Henning Wollesen noch Jörg Schröder viel zu Stande brachten. Spielentscheidend war aber die schwache Leistung in der Abwehr, die gegen Buxtehudes Spielmacher Igor Kotenko kein Mittel fand. "Das ist aber auch ein außergewöhnlicher Spieler", so Schimmler anerkennend. Erst als Robert Heinrich den Dreh- und Angelpunkt im gegnerischen Rückraum in der zweiten Halbzeit in Manndeckung nahm, geriet das Angriffsspiel der Buxtehuder etwas ins Stocken und der ATSV verkürzte auf 20:22. "In der letzten Viertelstunde hat dann aber nichts mehr geklappt, auch weil wir oft in Unterzahl waren", sagte Mannschaftskapitän Markus Fraikin. Die Ahrensburger kassierten ingesamt sechs Zeitstrafen, der Buxtehuder SV keine einzige. (tj)

Die weiteren Tore für den Ahrensburger TSV erzielten: Kai Stolze (6), Henning Wollesen (5), Robert Heinrich (3), Dirk Schimmler, Markus Fraikin und Frank Peemöller (je 1).