B-Mädchen: Two-Face in Ahrensburg

Bei herrlichem Fußballwetter durften die B-Mädchen des ATSV im ersten Spiel nach den Herbstferien gegen die Auswahl von Vorwärts Wacker antreten. Zwar konnte Trainer Jens auf eine volle 10 Spielerinnen  zurückgreifen, jedoch gingen  mindestens 3 davon leicht angeschlagen in die Partie. Auch Wacker kam ersatzgeschwächt angereist - die Stammtorhüterin war verletzt zu Hause geblieben. Nach einer kurzen Phase des Abtastens spürten die Ahrensburgerinnen die Verunsicherung der Wacker-Abwehr. Eine Unsicherheit der Torhüterin nutzte Mia in der 11. Minute zur 1:0 Führung. Nur zwei Minuten später konnte Freya die Führung ausbauen, als Nora Hilke auf der rechten Seite auf die Reise schickte, diese bis zur Grundlinie durchlief, kurz den Kopf hob und Freya dann mustergültig am langen Pfosten bediente, die den Ball zum 2:0 im Netz versenkte. Anschließend drückten die Schützlinge von Julia und Jens den Gegner in deren Hälfte fest. Die verunsicherten Gäste wurden nun vom Abstoß weg konsequent attackiert und zu Fehlern gezwungen. Die fleißigen Mia und Freya, welche immer wieder nachsetzten belohnten sich in den folgenden 15 Minuten mit weiteren Treffern zum 5:0. Vorwärts Wacker wurde komplett überrollt und wusste offenbar gar nicht so recht wie ihnen geschah. Die Köpfe gingen nach dem letzten Treffer merklich nach unten. Leider mussten wir (mal wieder) durch ein nicht konsequentes Abwehrverhalten 3 Minuten vor Schluss noch das 1:5 hinnehmen. Insgesamt war es die beste 1. Halbzeit, die die Mädels unter dem neuen Trainergespann hingelegt hatten.

 

In der Halbzeitpause hatte Trainer Jens dann offensichtlich die falschen Worte gewählt. Was nach dem Wiederanpfiff folgte war wohl die schlechteste zweite Halbzeit, die die Ahrensburgerinnen im letzten halben Jahr spielten. Mit der komfortablen Führung im Rücken schlichen sich wieder alte Nachlässigkeiten ein: es wurde quer durch die Mitte gespielt, es kamen kaum Pässe an und das Abwehr- und Zweikampfverhalten bestand aus freundlichem Begleitschutz und Füßchen hinhalten. Zugegebenermaßen hatten wir in der zweiten Halbzeit arge Kräfteprobleme, nachdem sich Lola gleich zu Beginn den Fuss verknackst, Laura nen Ellenbogen-Check in die Rippen auf Magenhöhe bekommen hatte und bei Amelie und Hilke wieder Knie- und Fußprobleme auftraten. Letztere bissen aber auf die Zähne und kämpften bis zum Schluss. Und an dieser Stelle muss man der Mannschaft ein großes Lob aussprechen. Auch wenn das Spielerische fast komplett flöten ging, so kämpften und unterstützten die Mädels sich unter- und füreinander, um den Lohn der ersten Halbzeit einzufahren. Außer zwei Einzelleistungen kurz nach der Halbzeit und kurz vor dem Abpfiff zum 3:5 Endstand ließen die Schlossstädterinnen nichts mehr zu, wobei sich die Mädels in erster Linie bei ihrer Torhüterin Klara bedanken konnten, welche diverse Male die Fehler ihrer Vorderleute ausbügeln musste und konnte.

Eine absolute Rarität lieferte die Nr. 8 von Vorwärts Wacker noch kurz vor dem Ende der Partie. Erst erzielte sie noch mit einem Sololauf in der 78. Minute das 3:5, nur um sich kurz darauf erst die gelbe, dann die gelb-rote und zur Krönung noch die glatt rote Karte innerhalb von einer Minute vom guten und konsequenten Schiedsrichter Luke abzuholen und das jeweils durch Pöbeleien und obszöne Gesten in Richtung des Unparteiischen. Das sind Verhaltensweisen, die niemand sehen möchte. Zu ihrer Ehrenrettung sei aber erwähnt, dass sie sich beim Schiedsrichter Luke und Trainer Jens zumindest im Nachhinein für ihr unsportliches Verhalten entschuldigt hat.

Nächste Wochen geht es dann am Samstag zu Hause gegen HEBC für die B-Mädchen weiter. Und damit zurück ins Funkhaus!