B Mädchen klettern weiter

Als die Schiedsrichterin das 3. Punktspiel der B-Mädchen in Rissen nach exakt 80 Minuten abgepfiffen hatte, war der seelenschwere Seufzer von der ATSV-Trainerbank wahrscheinlich bis Ahrensburg zu hören. 80 ausgesprochen zähe Minuten mussten Teammanagerin Jana, Trainer Jens und der mitgereiste Zuschauer Uwe über sich ergehen lassen. Zugegeben : das Wetter animierte nicht gerade zum Fußballspielen. Bei kühlem Dauerregen taten sich die Schlossstädterinnen ausgesprochen schwer gegen einen sehr defensiv eingestelltes Team aus Rissen, welche einen Vierer-Abwehrriegel aufbauten. Auch der Hinweis bei dem rutschigen Boden flach aufs Tor zu schießen, wurde ignoriert und so landeten die wenigen Chancen im Rissener Himmel oder in den Armen der Baumlangen Torhüterin.

Mit zunehmender Spieldauer passten die Schützlinge um Trainer Jens sich leider immer mehr dem Standfussball der Gegner an. Außer der ballführenden Spielerin war oftmals zu wenig Bewegung und dementsprechend Anspielangebote im Spiel der Ahrensburgerinnen. Nach gut der ersten Hälfte kam dann doch noch ein schöner Spielzug zu Stande: Lotte setzt sich auf der rechten Seite durch, passte scharf auf Höhe des Elfmeterpunktes an den zweiten Pfosten, wo Sina angerauscht kam und den Ball ins Tor zur erlösenden 1:0 Führung jagte. So blieb es dann bis zur Pause.

In der zweiten Halbzeit ähnliches Bild. Das Spiel fand zu 90% in der gegnerischen Hälfte statt. Nur leider verpassten wir entweder rechtzeitig abzugeben und rannten uns in der Abwehr fest, oder aber das entscheidende Zuspiel kam zu ungenau. Die Laufbereitschaft nahm gefühlt noch mehr ab und so musste dann ein abgefälschter Gewaltschuss aus der zweiten Reihe von Abwehrchefin Meira zum 2:0 herhalten, die einfach mal draufhielt. Kurz darauf setzte sich Tabea auf der rechten Seite nochmal durch und jagte den Ball zum 3:0 Endstand ins Netz.

Ein Dankeschön an dieser Stelle nochmal an Lilli und Annika (welch ihre komplette Diskochoreographie durchtanzen konnte), die sich aufopferungsvoll in den Dienst der Mannschaft bzw. jeweils für eine Halbzeit ins Tor stellten. Als Resümee kann man wohl festhalten: Auch das beste Pferd springt manchmal nicht höher als es muss - und Sonntag lagen die Stangen auf dem Boden. In diesem Sinne freuen wir uns auf die nächsten vier aufeinanderfolgenden Heimspiele.