Serie der Herzberg-Sieben endet nach 17:1 Punkten

Ahrensburger Oberliga-Handballerinnen versagen gegen Tarp-Wanderup im Angriff / 13:24 (4:11)-Pleite

 

Tarp – Nun hat es sie also doch erwischt. Nach 17:1 Punkten in Serie kassierten die Oberliga-Handballerinnen des Ahrensburger TSV die erste Niederlage im Jahr 2011. Mit 13:24 (4:11) unterlag das Team von Trainerin Kathrin Herzberg bei der HSG Tarp-Wanderup und liegt fünf Spieltage vor Saisonende drei Punkte hinter Tabellenführer SC Alstertal-Langenhorn auf Platz zwei. „Alle haben geackert, aber es lief einfach nichts zusammen“, sagte Herzberg. „Leider hatten wir nur Komplettausfälle.“

Der ATSV lag schnell mit 1:5 hinten und lief fortan dem Rückstand hinterher. Während die Abwehr zunächst nicht schlecht funktionierte, klappte im Angriff so gut wie gar nichts. Nur vier Treffer schafften die Schlossstädterinnen in den ersten 30 Minuten. Herzberg, die aus der Presse erfahren hatte, das Tarp sich speziell auf die offensive 3:2:1-Deckung des ATSV eingestellt hatte, überraschte den Gegner am Anfang mit einer 6:0-Variante mit offensiven Außenpositionen. Doch obwohl die Ahrensburgerinnen in der ersten Halbzeit nur elf Gegentore kassierten, brachte diese Abwehrformation offensichtlich nicht die nötige Sicherheit für den Angriff. Vor allem von erfahrenen Spielerinnen hatte Herzberg mehr erwartet: „Leider hat aber niemand Verantwortung übernommen.“

Auch nach dem Wechsel wurde es nicht besser. Die Stormarnerinnen verkürzten zwar auf sechs Treffer, mehr aber war nicht drin. Am Ende kassierte der ATSV die zweithöchste Saisonniederlage.

„Wir haben von Anfang an nicht ins Spiel gefunden, schon das Aufwärmen lief nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte“, sagte Herzberg. „Dass unsere Serie irgendwann reißen würde, war klar, aber so hatte ich mir das überhaupt nicht vorgestellt.“

Fünf Spieltage vor Schluss sind die Aufstiegschancen des ATSV massiv gesunken. Gleich zwei Mal müsste der Tabellenführer aus Alstertal noch patzen, damit die Ahrensburgerinnen an ihm vorbeiziehen könnten. Doch Herzberg wirkt fast ein bisschen erleichtert: „Wir haben viel Glück gehabt und hatten einen Lauf. Letztlich muss man so ehrlich sein, dass wir in der 3. Liga auch nichts verloren hätten. Das Leben geht weiter.“

Und in fünf Spielen kann noch viel passieren. So muss Klassenprimus Alstertal noch in Lauenburg und gegen den Tabellenvierten HSG Holstein Kiel/Kronshagen antreten. Ganz aufgeben sollte der ATSV die Meisterschaft also noch nicht. Erst einmal hat das Team aber zwei Wochen spielfrei und kann die Pleite verarbeiten, bevor es am 3. April mit der Heimpartie gegen den THW Kiel weiter geht.

Aufstellung Ahrensburg (Tore/Siebenmeter): Lena Teufel, Lisa Schier – Carolin Fischer (5/5), Janicke Bielfeldt (3), Nadine Grunwald, Ilka Bernhardt, Bianca Schuster (je 2).mf

 

Aus: Stormarner Tageblatt vom 22.03.2011

 

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