ATSV-Handballerinnen feiern höchsten Saisonsieg

Ahrensburg gewinnt Nachholspiel der Oberliga 33:20 gegen Ellerbek und verbessert sich auf Rang zwei

 

Ahrensburg – Wette gewonnen und das Spiel obendrein. Es hätte nicht besser laufen können für Kathrin Herzberg, die Trainerin der Oberliga-Handballerinnen des Ahrensburger TSV. Ihr Team fegte den TSV Ellerbek im Nachholspiel mit 33:20 (15:10) geradezu aus der Halle und übernahm damit den zweiten Tabellenplatz. Zudem erzielte Ellerbeks Haupttorschützin Julia Steinberg nur vier Treffer und schuldet Herzberg damit nach verlorener Wette zwei Cocktails, weil sie zwei Tore weniger erzielte als versprochen.

Dass am Ende sogar der bislang höchste Saisonsieg herausspringen würde, hatte auch Herzberg nicht erwartet. „Ich war schon überrascht, dass Ellerbek mit unserer Deckung nicht umgehen konnte“, erklärte die Übungsleiterin. Von Anfang an dominierten die Stormarnerinnen die Partie und lagen nach zehn Minuten bereits mit 6:2 in Führung. Nach 23 Minuten konnte sich Herzberg bereits einigermaßen entspannt zurücklehnen. Sie brachte mit Katrin Niemeier und Simona Stahl gleich zwei Akteurinnen aus der zweiten Mannschaft. Vor allem Rückraumspielerin Niemeier machte ein ganz starkes Spiel und steuerte sechs Tore zum Erfolg bei.

Als der ATSV kurz nach dem Wechsel durch fünf Treffer in Folge auf 22:14 davonzog, war die Partie spätestens entschieden (41.). Nach 47 Minuten lagen die Schlossstädterinnen dann bereits zum ersten Mal mit zehn Toren vorn. „Ich hatte die Abwehr von 3:2:1 auf 5:1 umgestellt, aber auch damit wusste Ellerbek nichts anzufangen“, sagte Herzberg. Und vorn war fast jeder Wurf des ATSV ein Treffer. Das Torwart-Duell entschieden jedenfalls ganz klar die Ahrensburgerinnen für sich. Lena Teufel präsentierte sich bärenstark und parierte insgesamt 19 Bälle. Ihre Gegenüber Juliane Mohr kam hingegen lediglich auf acht Paraden.

Nur die ehemalige Ahrensburgerin Anastasia Günter zeigte noch Gegenwehr und war am Ende mit acht Treffern auch erfolgreichste Schützin ihres Teams. Ansonsten ergaben sich die Gäste in ihr Schicksal.

Wenn es um die Frage von Meisterschaft und Aufstieg geht, bleibt Herzberg weiter zurückhaltend. „Dazu kann ich nicht viel sagen, da alles nur hypothetisch ist. Wir können nichts anderes tun, als weiter zu gewinnen.“ Lediglich ein Zähler trennt den ATSV noch von Spitzenreiter SC Alstertal-Langenhorn, der sich aber noch einen Ausrutscher erlauben müsste, um der Herzberg-Sieben zum Platz an der Sonne zu verhelfen.

Aufstellung Ahrensburg (Tore/Siebenmeter): Lena Teufel (1.-30. Minute, 35.-60., 19 Paraden), Lisa Schier (31.-35., 1 Parade) – Katrin Niemeier, Ilka Bernhardt (je 6), Carolin Fischer (4/3), Lena David, Melanie Schlüter, Nadine Grunwald (je 3), Bianca Schuster, Janicke Bielfeldt, Simona Stahl (je 2), Julia Nikoleit (1), Jessica Fraatz (1/1).

 

Aus: Stormarner Tageblatt vom 08.03.2011

 

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