ATSV erledigt Pflichtaufgabe und erhöht damit den Druck

Ahrensburger Oberliga-Handballerinnen gewinnen 25:23 gegen Fockbek / Spitzenreiter lässt erneut Federn

 

Ahrensburg – Die Oberliga-Handballerinnen des Ahrensburger TSV haben sich ihrer Pflichtaufgabe gegen die HSG Fockbek/Nübbel ohne Bravour entledigt. Lange Zeit tat sich das Team von Trainerin Kathrin Herzberg gegen den Tabellenzwölften beim 25:23 (15:12)-Erfolg schwer und drohte die Partie beim Stand von 20:21 und einer doppelten Unterzahl zwölf Minuten vor Schluss sogar zu verlieren. Doch dank der Paraden von Lisa Schier zog der ATSV in dieser Phase vorentscheidend auf 24:21 davon und konnte die Niederlage so gerade noch verhindern. Mit nun 25:9 Punkten liegt der ATSV weiterhin auf dem dritten Tabellenplatz, hat nach dem erneuten Punktverlust von Tabellenführer SC Alstertal-Langenhorn bei Schlusslicht SG Hamburg-Nord aber nur noch einen einzigen Minuszähler Rückstand.

Vor allem die Abwehr der Stormarnerinnen präsentierte sich nicht so konsequent wie zuletzt. „Wir haben häufig falsche Entscheidungen gefällt und standen im Halbfeld“, ärgerte sich Herzberg über die eigene Defensivabteilung. „Wir standen zwar offen, haben unseren Gegnern aber zu selten etwas auf die Finger gegeben.“ Dabei waren die Ahrensburgerinnen gewarnt, hatten sie doch im Hinspiel mit 22:25 den Kürzeren gezogen.

Nachdem sich die Schlossstädterinnen in der ersten Halbzeit einen Drei-Tore-Vorsprung erarbeitet hatten, schmolz dieser nach der Halbzeitpause dahin und war Mitte der zweiten Hälfte aufgebraucht. Erst eine Auszeit von Herzberg nach 47 Minuten brachte ihre Schützlinge wieder auf den Weg. Die Übungsleiterin brachte für die glücklose, angeschlagene Lena Teufel Lisa Schier zwischen die Pfosten, die in der ersten Halbzeit ebenfalls keinen besonders guten Eindruck hinterlassen hatte. Und diese Maßnahme erwies sich als ausgesprochener Glücksgriff. Schier brachte mit zahlreichen Paraden ihre Gegenspielerinnen zur Verzweiflung. In doppelter Unterzahl gelang dann Janicke Bielfeldt zunächst per Tempogegenstoß der Ausgleich zum 21:21. Wenige Sekunden später hatte Bielfeldt sogar erneut per Konter die Chance, den Führungstreffer zu erzielen, scheiterte jedoch mit einem Heber. Einen weiteren Gegentreffer ließ der ATSV in der Unterzahlphase allerdings auch nicht mehr zu und zog mit drei Treffern in Folge kurze Zeit später sogar auf 24:21 davon (52. Minute). 60 Sekunden vor dem Abpfiff wurde es dann noch einmal spannend, als die HSG beim Stand von 25:23 per Tempogegenstoß in Überzahl den Anschluss hätte herstellen können. Doch Lisa Schier parierte auch diesen Wurf und feierte deshalb mit ihren Mitspielerinnen einen knappen, aber dennoch verdienten Erfolg.

Aufstellung Ahrensburger TSV (Tore/Siebenmeter): Lisa Schier (1.-30., 48.-60. Minute), Lena Teufel (31.-48) – Bianca Schuster (7/2), Carolin Fischer (5/3), Nadine Grunwald, Ilka Bernhardt (je 3), Janicke Bielfeldt, Nele Oosting, Melanie Schlüter (je 2), Julia Nikoleit (1), Lena David, Sina Jaeger (n. e.).

 

Aus: Stormarner Tageblatt vom 22.02.2011

 

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