Selbstvertrauen statt Überheblichkeit
Oberliga-Handballerinnen des Ahrensburger TSV klarer Favorit gegen Wattenbek / Abschiedstournee der Männer beginnt in Ellerbek
Ahrensburg – Die Rollen sind klar verteilt – und doch tritt Kathrin Herzberg gehörig auf die Bremse. Selbstbewusstsein ist erlaubt, Überheblichkeit aber ein absolutes Tabu. Wenn ihre Oberliga-Handballerinnen vom Ahrensburger TSV am Sonntag (15 Uhr) den TSV Wattenbek empfangen, dann weiß die Trainerin schon jetzt: „Das wird kein Spaziergang.“
Das Hinspiel hatten die Ahrensburgerinnen deutlich mit 31:19 gewonnen. Für Herzberg allerdings kein Gradmesser. „Die haben sich mittlerweile gefangen und wieder einige vorher verletzte Spielerinnen an Bord, deshalb weiß ich um die Gefahr in dieser Partie“, sagt die ATSV-Trainerin. Die Gefahr allerdings könnte in erster Linie darin liegen, dass ihr Team den Gegner unterschätzt. Tabellenplatz sieben, 12:14 Punkte – alles andere als eine furchteinflößende Bilanz. Deshalb ruft Herzberg ihren Spielerinnen bei jeder Gelegenheit ins Gedächtnis, wie unangenehm ein solcher Gegner werden kann. Ihre Marschroute klingt wenig innovativ, hat den Schlossstädterinnen aber bereits 16:8 Punkte beschert. „Es ist so wie immer: Bei uns stellt die Abwehr den Schlüssel zum Erfolg dar“, erklärt Herzberg vor dem Duell mit Wattenbek. Fehlen wird Rechtsaußen Sina Jäger, die nach ihrer Augenverletzung (Bindehautriss) noch nicht wieder einsatzfähig ist.
Für die ATSV-Männer geht es im ersten Spiel des neuen Jahres indes um Schadensbegrenzung. Der Abstieg aus der Hamburg-Liga scheint bei 0:24 Punkten besiegelt zu sein, so dass es in der Rückrunde für das Team von Spielertrainer Andreas Frank wohl lediglich darum gehen dürfte, sich anständig aus der Liga zu verabschieden und vielleicht dem einen oder anderen Gegner noch ein Bein zu stellen. Die erste von noch zehn Möglichkeiten dazu besteht heute ab 17.30 Uhr beim Tabellensechsten TSV Ellerbek II.bjl
Aus: Stormarner Tageblatt vom 15.01.2011
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