Hartes Stück Arbeit für Herzberg-Sieben

Ahrensburg – Die Oberliga-Handballerinnen des Ahrensburger TSV waren vorgewarnt. Ein torarmes 13:13-Remis hatte sich der THW Kiel vor zwei Wochen beim Tabellenzweiten SC Alstertal-Langenhorn erkämpft. Und auch die Stormarnerinnen taten sich gegen das Team mit dem schlechtesten Angriff der Liga – das zugleich kurioserweise die beste Abwehr stellt – schwer. Der ATSV schaffte es dennoch, vier Tore mehr zu erzielen als der Gegner und behielt am Ende mit 17:13 (8:3) die Oberhand. „Wir haben sehr gut gedeckt“, freute sich Trainerin Kathrin Herzberg. „Allerdings haben wir vorn zu viel liegen lassen. Zur Halbzeit hätten wir schon 15:3 führen müssen.“

Die Schlossstädterinnen produzierten in Kiel eine Vielzahl technischer Fehler und scheiterten vor allem immer wieder an der guten THW-Schlussfrau Inga Siedenburg. „Sie hat stark gehalten“, konstatierte auch Herzberg. Die 39-Jährige brachte die Ahrensburgerinnen reihenweise zum Verzweifeln. Im Zusammenspiel mit einer 3:2:1-Deckung ließ sie in den ersten 30 Spielminuten lediglich acht Gegentreffer zu. „Leider wurden meine Mädels dadurch noch hektischer und haben noch mehr Fehler gemacht“, so Herzberg, die ihren Schützlingen in der Halbzeitpause klar machte: „Fünf Tore Vorsprung sind fünf Tore Vorsprung, egal ob 8:3 oder 15:10.“ Zumal sich die offensive 3:2:1-Deckung der Stormarnerinnen noch besser als die der Gastgeberinnen präsentierte. Auch ATSV-Keeperin Lena Teufel, die 60 Minuten durchspielte und viele „Hundertprozentige“ parierte, zeigte eine ausgezeichnete Partie. „Ich muss sie ausdrücklich loben“, so Herzberg. „Lena hat ein sehr starkes Spiel gemacht. Das gilt auch für Caro Fischer.“ Die kam Mitte der ersten Halbzeit ins Spiel und lenkte danach bis zum Abpfiff die Geschicke im Rückraum der Gäste.

Nach dem Seitenwechsel kämpfte sich das Team von der Förde noch einmal auf 12:15 heran, mehr ließ der ATSV jedoch nicht zu. „Ich hatte nie das Gefühl, dass wir das Spiel noch verlieren könnten“, erklärte Herzberg. Dass sich ihr Team trotzdem schwer tat, schob die Übungsleiterin auf die fehlenden Schlachtenbummler. Da die männliche A-Jugend des ATSV zeitgleich spielte, fehlte die zuletzt übliche Unterstützung von der Tribüne. Herzberg: „Wenn die Fans wieder dabei sind, spielen wir auch wieder besser.“

Aufstellung Ahrensburg (Tore/Siebenmeter): Lena Teufel (1.-60. Minute), Lisa Schier (n. e.) – Carolin Fischer, Nadine Grunwald, Janicke Bielfeldt (je 4/1), Lena David, Maren Franke (je 2), Julia Nikoleit (1).mf

 

Aus: Stormarner Tageblatt vom 30.11.2010

 

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