Ahrensburg fährt frustriert zum AMTV Hamburg
Hamburg-Liga: ATSV-Handballer haben gegen Spitzenteam nichts zu verlieren / Tobias Loer operiert
Ahrensburg – Die Ausgangslage für die Hamburg-Liga-Handballer des Ahrensburger TSV ist klar. Auch wenn der AMTV Hamburg durch die Niederlage beim neuen Spitzenreiter FC St. Pauli am vergangenen Wochenende die Tabellenführung abgeben musste, ist das Team aus Altrahlstedt gegen das noch punktlose Schlusslicht haushoher Favorit. Spielertrainer Andreas Frank macht sich ebenfalls keine großen Hoffnungen, dass seine Schützlinge ausgerechnet im morgigen Auswärtsspiel (19.30 Uhr, Münzelkoppel) das erste Erfolgserlebnis feiern können. „Der Frust der letzten Wochen steckt noch etwas in den Knochen“, erklärt Frank. „Wir werden einfach sehen, was geht. Zu verlieren haben wir jedenfalls nichts.“
Nur auf St. Pauli und zu Hause gegen Fischbek unterlag der AMTV bislang. Ansonsten gab es ausschließlich Siege für die Mannschaft, die sich als Ziel den Aufstieg in die Oberliga gesetzt hat. In der Torschützenliste sind gleich drei Altrahlstedter Akteure unter den ersten Zehn und sorgen für jede Menge Wirbel im Angriff. Ganz vorne steht der Torschützenkönig der vergangenen Saison Lukas Elandt mit 58 Treffern. Auf den Plätzen drei und zehn folgen Linksaußen Florian Deppe (52) und Jan-Niklas Rode (41). Ein Wiedersehen gibt es mit Ex-ATSV-Spieler Steffen Liepold, der seit November 2009 die Geschicke beim AMTV leitet und das Team in der vergangenen Saison von den Abstiegsrängen noch auf Platz sieben brachte.
Beim ATSV wird Abwehrspezialist Tobias Loer nicht mit von der Partie sein. Der 20-Jährige zog sich im Training einen Bänderriss mit Knochenabsplitterung sowie einen Anriss der Achillessehne zu und wurde gestern operiert. „Danach muss ich mindestens acht Wochen einen Gips tragen und noch einmal vier Wochen Reha machen“, sagte der sichtlich deprimierte Loer. „Die Handballsaison dürfte für mich also gelaufen sein.“mf
Aus: Stormarner Tageblatt vom 26.11.2010
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