ATSV klettert auf Rang sechs
Handball-Oberliga: Ahrensburgerinnen feiern beim 30:22 über HSG Holstein Kiel zweiten Sieg in Folge
Ahrensburg – Gerade einmal zwei Wochen ist es her, da standen die Oberliga-Handballerinnen des Ahrensburger TSV auf dem vorletzten Tabellenplatz. Nach dem Heimsieg gegen Herzhorn vor einer Woche gewann das Team von Trainerin Kathrin Herzberg nun auch auswärts bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen deutlich mit 30:22 (14:10) und machte damit in der Tabelle einen Satz nach vorne auf Rang sechs.
Herzbergs Dank ging wieder nicht nur an ihre Mannschaft, sondern auch an die mitgereisten Fans: „Sie haben 60 Minuten lang gesungen, das war toll. Der Trainer des Gegners kam schon vor dem Spiel zu mir und hat sich geärgert, dass die Partie für seine Mannschaft wohl wie ein Auswärtsspiel werden würde.“
Unter den Anfeuerungsrufen des ATSV-Anhangs taten sich die Schlossstädterinnen anfangs allerdings schwer und liefen einem 2:4-Rückstand hinterher. „Wir hatten mit einer etwas defensiveren Abwehr angefangen, aber das können die Mädels halt nicht“, so Herzberg, die ihr Team fortan wieder offensiver agieren ließ. Mit Erfolg: Über 6:5 und 8:6 erspielten sich die Gäste eine 10:7-Führung, auch weil Lena Teufel im ATSV-Kasten einige sehenswerte Paraden ablieferte. Zur Pause führten die Ahrensburgerinnen mit vier Treffern, was jedoch bei Herzberg noch nicht für Entspannung sorgte. „Zu dem Zeitpunkt habe ich selbst noch nicht so richtig an den Erfolg geglaubt.“
Zwei schnelle Tore der Schlossstädterinnen nach dem Wechsel zum 16:10 führten dann zur bislang schnellsten Auszeit eines gegnerischen Trainers in der bisherigen Saison nach bereits 1:35 Minuten. Doch auch das Timeout brachte keine Besserung mehr für die HSG. Bis zur 50. Minute kassierte der ATSV lediglich sechs Gegentreffer und enteilte bis auf 26:16. „Dann wurden wir etwas luschig“, ärgerte sich Herzberg schließlich noch darüber, dass ihre Schützlinge dem Gegner am Ende etwas Ergebniskosmetik gestatteten.
Dennoch überwog bei der Übungsleiterin die Freude über den deutlichen Sieg. „30 Tore, die meisten davon aus dem regulären Spiel, sind eine schöne Sache“, so Herzberg, die auch noch ein Extralob für Spielmacherin Maren Franke loswerden wollte. „Sie steigert sich langsam, die Tendenz zeigt eindeutig nach oben.“
Auch wenn in der Liga alle Mannschaften nach wie vor eng beieinander stehen und den Zweiten vom Letzten nur vier Punkte trennen, sorgt der Blick auf die Tabelle nun wieder für glücklichere Gesichter auf Seiten des ATSV. Und mit einem Sieg gegen die punktgleiche HSG Tarp-Wanderup (beide 8:6) am kommenden Sonntag (15 Uhr Heimgartenhalle), kann der ATSV einen weiteren Sprung nach vorne machen.
Aufstellung Ahrensburg (Tore/Siebenmeter): Lena Teufel – Carolin Fischer (7/5), Lena David (5), Janicke Bielfeldt, Maren Franke (je 4), Ilka Bernhardt (3), Sina Jaeger, Nadine Grunwald (je 2), Julia Nikoleit, Bianca Schuster, Nele Oosting (je 1), Lara Schlizio.mf
Aus: Stormarner Tageblatt vom 09.11.2010
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