ATSV reist ohne große Hoffnung nach Norderstedt

Noch punktlose Ahrensburger Handballer treffen in der Hamburg-Liga auf Meisterschaftsfavoriten

 

Ahrensburg – Sechs Jahre lang schnürte Christoph Palder seine Schuhe für die Handballer des Ahrensburger TSV. Zur neuen Saison wechselte der 2,03 Meter große Rückraumspieler aus der Schlossstadt zur HG Norderstedt. Mit seinem neuen Team trifft Palder am Sonntag (14 Uhr, Schulzentrum Süd 2) in der Hamburg-Liga auf den noch punktlosen ATSV. „Wir sind realistisch, haben nichts zu verlieren“, erklärt Ahrensburgs Spielertrainer Andreas Frank. „Norderstedt war vor der Saison der eindeutige Meisterschaftsfavorit. Zwar hat die HGN schon Federn gelassen, gehört aber immer noch zu den Top-Mannschaften der Liga. Der Druck liegt allerdings bei Norderstedt.“

Rückblende: Ende April dieses Jahres war es ausgerechnet der ATSV, der den Norderstedtern die Qualifikation für die neue Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein durch einen 29:28-Sieg am letzten Spieltag verbaute. Ein einziges Tor fehlte der HGN. Entsprechend heiß wird das Team sein, sich für die Niederlage zu revanchieren.

Neben Palder, mit 138 Treffern Top-Torschütze des ATSV in der vergangenen Saison, wechselte auch noch Rückraumspieler Andreas Butzmann vom Regionalligisten TSV Ellerbek nach Norderstedt. Allein diese beiden Verstärkungen sorgten dafür, dass die HGN bei fast allen Experten als Top-Favorit auf den Titel galt. Doch mit 6:4 Punkten steht die Mannschaft zurzeit nur auf dem sechsten Tabellenplatz. In Esingen unterlag Norderstedt mit 31:39 und patzte letzte Woche auch beim AMTV Hamburg (31:36).

Der ATSV steckt noch tiefer in der Krise: Nach sechs Spielen ohne Erfolgserlebnis dürfte es für die Frank-Sieben auch bei der HG Norderstedt nichts zu holen geben. Zumindest gibt es keine neuen Meldungen aus dem Krankenlager. Bis auf Danny Farell (Oberschenkel) sind alle Spieler fit.mf

 

Aus: Stormarner Tageblatt vom 05.11.2010

 

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