Herzberg-Sieben befreit sich aus dem Tabellenkeller
Ahrensburg – Mit einem 21:19 (12:12)-Heimsieg gegen den MTV Herzhorn haben sich die Oberliga-Handballerinnen des Ahrensburger TSV aus dem Tabellenkeller befreit und ihr Punktekonto ausgeglichen. „Das war eine starke Abwehrleistung von uns“, freute sich Trainerin Kathrin Herzberg. „Meine Mannschaft hat das umgesetzt, was wir im Training einstudiert hatten.“
Mit ungewohnt offensiver Formation agierten die Ahrensburgerinnen in der Abwehr und ließen dadurch den starken Herzhorner Rückraumschützinnen wenig Platz zur Entfaltung. Immer wieder gelangen vor allem der starken Ilka Bernhardt, die mit fünf Toren auch erfolgreichste Feldtorschützin ihres Teams war, in der Abwehr Ballgewinne. Dass der ATSV vorne und auf dem Weg dorthin eine Menge technischer Fehler produzierte, fiel am Ende nicht ins Gewicht. „Das hätte aber auch nach hinten losgehen können, denn bei der Anzahl an gewonnenen Bällen in der Abwehr hätten wir zur Halbzeit eigentlich mit fünf Toren führen müssen“, wusste Herzberg, dessen Sieben nach 2:4-Rückstand zum 5:5 ausglich, kurze Zeit später aber wieder mit 5:7 und 7:9 hinten lag. Vier Treffer in Folge brachten die 11:9-Führung, die der ATSV bis zur Pause allerdings wieder verspielte.
In der 37. Minute folgte eine der Schlüsselszenen: Die bis dahin starke Herzhorner Rückraumspielerin Gesche Seebandt, die e mit sieben Treffern erfolgreichste Schützin ihres Teams war, bejubelte eine Zweiminutenstrafe ihrer Gegenspielerin Maren Franke derart provozierend, dass sie in der Folge vom Ahrensburger Publikum bei jeder Ballberührung gnadenlos ausgepfiffen wurde. Nach zwei Fehlpässen ins Aus und einem Fehlwurf in Folge musste sie auf der Bank Platz nehmen und brachte auch nach ihrer Wiedereinwechslung nicht mehr viel zustande. Ohnehin fand der starke Herzhorner Rückraum nur überraschend selten eine Lösung gegen die ATSV-Defensive. „Herzhorn hat sich zu sehr auf die Wurfkraft aus dem Rückraum verlassen und die oft freie Kreisläuferin nicht gesehen“, analysierte Herzberg. „Es bleibt dabei: Wenn unsere Abwehr funktioniert, sind wir stark.“
Über 15:13 setzte sich der ATSV bis Mitte der zweiten Halbzeit auf 17:14 ab und kontrollierte das Spiel. Kurz vor Schluss wurde es trotzdem noch einmal spannend, als die Gäste auf 20:19 verkürzten. Doch im Gegenzug gelang das entscheidende 21:19.
Aufstellung Ahrensburg (Tore/Siebenmeter): Lena Teufel – Carolin Fischer (6/6), Ilka Bernhardt (5), Nadine Grunwald (4), Janicke Bielfeldt, Julia Nikoleit, Nele Oosting, Bianca Schuster, Lara Schlizio (je 1), Maren Franke (1/1), Lena David, Sina Jaeger (n. e.).mf
Aus: Stormarner Tageblatt vom 02.11.2010
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