ATSV feiert Achtungserfolg
Handball-Oberliga der Frauen: Ahrensburg weist Tabellenführer überraschend in die Schranken
Ahrensburg – Die Wiedergutmachung nach der peinlichen 14:26-Schlappe in Altona ist den Oberliga-Handballerinnen des Ahrensburger TSV eindrucksvoll gelungen. Mit 31:26 (14:13) bezwang das Team von Trainerin Kathrin Herzberg den zuvor noch verlustpunktfreien Tabellenführer Lauenburger SV und weist nun mit 4:4 ein ausgeglichenes Punktekonto auf. „Das sah wieder nach Handball aus“, freute sich Herzberg. „Das Spiel in Altona war abgehakt, das hatte man auch schon im Training gemerkt.“
Die Schlossstädterinnen ließen der Offensivabteilung der „Elbdiven“ von Anfang an wenig Raum zur Entfaltung. Die 5:1-Deckung mit Ilka Bernhardt auf der Spitze störte das Spiel der Lauenburgerinnen geschickt und kam so immer wieder in den Gegenstoß. Und auch im Positionsangriff wusste der ATSV zu gefallen. 9:3 führten die Gastgeberinnen bereits, als im Angriff die Konzentration etwas nachließ. So konnten die Gäste ihre Stärke ausspielen und verkürzten durch viele Tore aus der ersten Welle bis auf 9:8. Mit einer knappen 14:13-Führung ging es für die Ahrensburgerinnen in die Halbzeitpause.
Doch nach dem Seitenwechsel übernahm sofort wieder die Herzberg-Sieben die Initiative und erspielte sich erneut eine Fünf-Tore-Führung zum 20:15. Mehrfach verkürzte der Klassenprimus noch auf zwei Tore, aber am Ende setzte sich der ATSV deutlich durch. Nachdem die Siebenmeterquote zuletzt eher zu wünschen übrig gelassen hatte und auch in der Anfangsphase zwei Strafwürfe vergeben wurden, erwies sich Carolin Fischer diesmal als nervenstark und konnte alle ihre acht Strafwürfe verwandeln. Ebenfalls acht Mal erfolgreich war Linksaußen Janicke Bielfeldt, die in Altona gefehlt hatte.
„Man hat gesehen, dass wir Handball spielen können“, zeigte sich Herzberg erleichtert. „Vielleicht war es auch gut, dass ich erst kurz vor Spielbeginn gekommen bin. So mussten alle mehr Verantwortung übernehmen.“
Nun haben die Stormarnerinnen erst einmal drei Wochen Pause. Erst am 23. Oktober geht es in der Liga mit dem Spiel bei der HSG Fockbek/Nübbel weiter. In der ersten Runde des Hamburger Pokalwettbewerbs hat der ATSV ein Freilos und greift somit erst in der zweiten Runde ein, die Anfang November ausgelost wird.
Aufstellung Ahrensburger TSV (Tore/Siebenmeter): Lisa Schier, Lena Teufel – Janicke Bielfeldt (8/1), Carolin Fischer (8/8), Nadine Grunwald, Lena David, Maren Franke, Lara Schlizio (je 3), Ilka Bernhardt (2), Katrin Niemeier (1), Bianca Schuster, Nele Oosting, Sina Jäger.mf
Aus: Stormarner Tageblatt vom 05.10.2010
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