Optimaler Saisonstart

Ahrensburger TSV feiert in der Handball-Oberliga der Frauen 31:19-Kantersieg beim TSV Wattenbek

 

Ahrensburg – Überraschen lassen wollte sich Kathrin Herzberg vom Gegner. „Leider habe ich vergeblich versucht, im Internet konkrete Informationen zu finden“, erklärte die Trainerin der Oberliga-Handballerinnen des Ahrensburger TSV. Dass es auch so zum Saisonauftakt beim TSV Wattenbek nahezu optimal lief und die Ahrensburgerinnen einen 31:19 (12:12)-Kantersieg landeten, freute Herzberg deshalb umso mehr. „Das war eine gute Mannschaftsleistung. Und positiv überrascht bin ich vor allem von unserem Auftritt in der Abwehr, die sich zuletzt oft unorganisiert gezeigt hatte.“

In der ersten Halbzeit arbeiteten die Stormarnerinnen gut in der Defensive, leisteten sich aber viele Fehler im Aufbauspiel. „Da haben wir viele Bälle verdaddelt“, ärgerte sich Herzberg. Zwar führte der ATSV nach 15 Minuten mit 8:5, konnte diesen Vorsprung jedoch nicht in die Pause retten und musste sich mit einem 12:12-Unentschieden begnügen.

„Wir waren über 60 Minuten die bessere Mannschaft, ich habe mir also auch in der ersten Hälfte nie Sorgen gemacht“, unterstrich die Trainerin. Nach dem Wiederanpfiff sorgte der ATSV dann schnell für die Entscheidung. Aus einer sicheren 5:1-Abwehr mit Neuzugang Ilka Bernhardt auf der vorgezogenen Position und Nadine Grunwald im Deckungszentrum kam die Herzberg-Sieben immer wieder in den Tempogegenstoß. Vor allem Linksaußen Janicke Bielfeldt nutzte dies zu insgesamt zehn Treffern.

Mit 21:14 führten die Gäste nach 42 Minuten bereits und hatten die Partie damit zu diesem frühen Zeitpunkt fast schon entschieden. In der verbleibenden Zeit ließ der ATSV dann nichts mehr anbrennen und konnte seinen Vorsprung sogar noch ausbauen. „Wattenbek war etwas ideenlos im Angriff, aber am Ende hatte ich zudem den Eindruck, als hätte der Gegner keine Lust mehr“, wunderte sich Herzberg. Freude kam bei ihr vor allem aufgrund der Verteilung der Tore auf. „Alle eingesetzten Spielerinnen haben auch getroffen“, so die Übungsleiterin. „Außerdem haben wir alle Siebenmeter verwandelt, und auch von der Bank kam die notwendige Unterstützung.“ Ein Lob gab es auch für die Abwehrleistung in der zweiten Hälfte: „Sieben Gegentore in 30 Minuten sind schon sehr gut.“

Als Belohnung gab es für die Ahrensburgerinnen die erste Tabellenführung in der noch jungen Saison. Mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein kann die Mannschaft nun in die Heimpremiere gegen den Hamburger Meister SC Alstertal-Langenhorn am kommenden Sonntag (15 Uhr, Heimgartenhalle) gehen.mf

Aufstellung Ahrensburg (Tore/Siebenm.): Lena Teufel (1.-20. Minute), Lisa Schier (20.-60.) – Janicke Bielfeldt (10), Bianca Schuster (5), Nadine Grunwald (4), Carolin Fischer (4/3), Nele Oosting (2), Maren Franke (2/1), Sina Jaeger, Lena David, Katja Schomburg, Lara Schlizio (je 1), Julia Nikoleit.

 

Aus: Stormarner Tageblatt vom 14.09.2010

 

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