Frühes Aus als gutes Omen
Oberliga-Handballerinnen kommen beim eigenen Vorbereitungsturnier um den Sparkasse-Holstein-Cup nicht über die Vorrunde hinaus
Ahrensburg – Vor einem Jahr waren die Handball-Frauen des Ahrensburger TSV bereits in der Vorrunde des eigenen Sparkasse-Holstein-Cups ausgeschieden. Es folgte eine überaus erfolgreiche Saison, die auf dem dritten Platz in der Oberliga Hamburg beendet wurde. Wenn also das schlechte Abschneiden bei der Generalprobe als gutes Omen gedeutet werden kann, dann muss sich das Trainergespann Thies Nowacki und Kathrin Herzberg auch jetzt keine Sorgen machen. Denn zwei Wochen vor dem Start in die neue Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein war für die Stormarnerinnen beim Vorbereitungsturnier in Ahrensburg erneut schon in der Vorrunde Schluss.
„Wir konnten wieder nur in Teilbereichen überzeugen“, resümierte Nowacki, der vor allem mit der Einstellung seiner Schützlinge im Spiel gegen Vorjahressieger ATSV Stockelsdorf haderte. „Wer in die Endrunde will, muss mit einer ganz anderen Einstellung in so ein Spiel gehen, besonders wenn die Spielzeit so kurz ist.“ So unterlagen die Schlossstädterinnen in zwei Mal zwölfeinhalb Minuten mit 7:13. „Die Abwehr hatte ihren Namen nicht verdient und nach vorne ging auch nicht viel“, nörgelte Nowacki.
Zuvor hatte der ATSV bereits die Auftaktpartie gegen die Regionalliga-A-Jugend des SV Todesfelde mit 14:15 verloren. Sechs Pfostentreffer aus aussichtsreichen Positionen verhinderten einen möglichen Sieg. „Bis auf den Abschluss war das im Angriff eine gute Leistung, aber unsere Abwehr stand alles andere als stabil“, sagte Nowacki. Auch die beiden deutlichen Siege gegen den AMTV Hamburg (11:4) und die GHG Hahnheide (16:10) reichten somit nicht mehr zum Erreichen des Halbfinals. Der ATSV beendete die Vorrunde auf Platz drei. Die GHG Hahnheide konnte sogar kein einziges ihrer vier Spiele gewinnen. Gegen den ATSV Stockelsdorf unterlag das Team von Trainer Jörg Senger mit 9:10, gegen den AMTV Hamburg mit 9:13 und gegen den Todesfelder A-Jugend mit 10:15.
Das Jugendteam aus Todesfelde setzte sich am Ende auch im Finale gegen den Hamburger Meister und Ahrensburger Oberligakonkurrenten SC Alstertal-Langenhorn mit 12:6 durch. Dritter wurde der THW Kiel durch ein 13:12 nach Siebenmeterwerfen gegen den ATSV Stockelsdorf.
Den Damen-B-Pokal gewann durch zwei Siege in der Endrunde gegen den TSV Wandsetal (7:5) und die SG Hamburg-Nord (9:4) der von Detfred Dörling trainierte Landesligist HSG Reinfeld/Hamberge, der damit seine Aufstiegsambitionen unterstreichen konnte.
Im Herren-B-Pokal setzte sich Wandsbek 72 vor der SG Hamburg-Nord und dem MTV Herzhorn durch.
ATSV-Abteilungsleiter und Turnierorganisator Lars Kiesbye zeigte sich am Ende mehr als erfreut über den Ablauf der beiden Turnierwochenenden. „Alles in allem war es sehr erfolgreich, vor allem, weil wir auch erfreulich wenig Absagen hatten“, so Kiesbye. Zwar sei die Veranstaltung sehr arbeitsintensiv und vor allem die Suche nach Schiedsrichtern habe sich in diesem Jahr deutlich schwieriger gestaltet als gewohnt. „Aber wir haben durchweg positive Resonanz erhalten, was man auch an den vielen ‚Wiederholungstätern‘ sieht.“ Und so dürfte einer erneuten Ausrichtung im Jahr 2011 nichts im Wege stehen.mf
Aus: Stormarner Tageblatt vom 02.09.2010
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