Schweißtreibendes Programm der Stormarner Handballteams
Testspiele und Turniere lassen Trainer erste Erkenntnisse gewinnen / ATSV-Frauen triumphieren in Lütjensee
Ahrensburg – Gut Zwei Wochen ihrer schweißtreibenden Vorbereitung auf die erste Saison in der neuen Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein haben die Handballerinnen des Ahrensburger TSV bereits hinter sich. Knapp vier weitere folgen noch bis zum Start. Nach einem deutlichen 23:9-Erfolg im ersten Testspiel beim ehemaligen Ligakonkurrenten TV Fischbek hatte sich der Aufsteiger für das letzte Wochenende selbst ein besonders schweres Programm auferlegt. Am Freitagabend unterlag das Team des Trainergespanns Thies Nowacki und Kathrin Herzberg dem Drittligisten Buxtehuder SV II nur knapp mit 32:35 (13:19).
Nachdem der Bundesliganachwuchs der Gäste in der ersten Halbzeit bereits bis auf 17:9 enteilt war, zeigte der ATSV vor allem nach der Pause gute Ansätze. „Das war in der zweiten Halbzeit eine ordentliche Leistung, zumal uns mit Ilka Bernhardt, Nadine Grunwald und Carolin Fischer urlaubsbedingt noch drei Spielerinnen fehlten“, bestätigte Nowacki. Erfolgreichste Torschützinnen waren Linksaußen Janicke Bielfeldt (8/1) und Neuzugang Maren Franke (8/2).
Nach drei harten Einheiten im „Minitrainingslager“ am Sonnabend, nahmen die Schlossstädterinnen dann am Sonntag noch an einem Turnier in Lütjensee teil. Nach der kurzfristigen Absage des TSV Wandsetal waren dort Gastgeber GHG Hahnheide (Schleswig-Holstein-Liga) und die HSG Reinfeld/Hamberge (Landesliga) die Gegner. „Die Spielzeit wurde auf jeweils zwei Mal 35 Minuten verlängert, das war am Ende eine reine Willensübung“, so Nowacki, der sein Team „auf einem guten Weg“ sieht. Mit 32:15 (18:5) und 29:17 (15:8) setzte sich der ATSV jeweils deutlich durch. Dabei taten sich als Torschützinnen Linksaußen Janicke Bielfeldt (14/2) und Rückraumspielerin Lena David (12) besonders hervor.
Den zweiten Platz belegte durch ein 29:26 (16:16) gegen Hahnheide die HSG Reinfeld/Hamberge. Hahnheides Trainer Jörg Senger zeigte sich trotz der roten Laterne nicht unzufrieden: „Wir waren am Sonnabend im Trainingslager und haben dann viele taktische Sachen ausprobiert.“
Reinfelds Betreuer Arno Möller hingegen freute sich vor allem über den Sieg gegen Hahnheide. „Da haben wir gut ausgesehen“, so Möller. „Im zweiten Spiel gegen Ahrensburg war dann leider die Luft raus.“ Auch die ersten wichtigen Erkenntnisse konnte Möller bereits ziehen: „In der Abwehr müssen wir uns verbessern, denn nachdem die ersten drei Teams unserer Liga aufgestiegen sind, wollen wir als Tabellenvierter natürlich oben mitspielen.“
Für die Ahrensburgerinnen hingegen geht das harte Programm weiter. „Nächsten Sonnabend haben wir erneut einen Trainingstag und am Sonntag besuchen wir ein Turnier in Bremen“, erklärt Nowacki. Gegner dort sind der Drittligist MTV Rohrsen, die beiden Oberligisten BV Garrel und HSG Heidmark sowie Gastgeber SV Werder Bremen II (Landesliga).
Unterdessen bereiten sich die ATSV-Männer auf die neue Saison in der Hamburg-Liga vor. Am Freitagabend gab es das erste Testspiel gegen Landesligist TVB Hamburg, das die Stormarner mit 31:25 (13:14) gewannen. „In der ersten Halbzeit hatten wir noch Abstimmungsprobleme in der Abwehr und vor allem ein schlechtes Rückzugsverhalten“, resümierte Spielertrainer Andreas Frank. „Das war in der zweiten Hälfte allerdings viel besser.“
Nach einer Trainingseinheit am Sonntagnachmittag folgte dann das schwere Testspiel gegen Regionalligaabsteiger Ibbenbürener SV. „Das war leider zwei Ecken zu hart für uns“, bilanzierte Frank. Mit 15:32 (5:18) unterlag der ATSV deutlich, musste aber mit Danny Farell (Urlaub) und Markus Fraikin (Arbeit) auf zwei Stammkräfte verzichten. „Unsere zweite Halbzeit war allerdings einigermaßen okay“, erklärte Frank. Erfolgreichster Torschütze war mit fünf Treffern Linkshänder Philipp Haaks.mf
Aus: Stormarner Tageblatt vom 18.08.2010
|