Nowacki-Sieben: Chance auf Rang zwei
ATSV-Oberliga-Handballerinnen schlagen Fischbek und profitieren von Pleite der SG Hamburg-Nord
Ahrensburg – Die Oberliga-Handballerinnen des Ahrensburger TSV landeten trotz großer Personalsorgen einen 30:16 (13:11)-Kantersieg beim TV Fischbek und haben nach der überraschenden Niederlage der SG Hamburg-Nord gegen die SG Altona nun am letzten Spieltag sogar noch die Chance, den zweiten Tabellenplatz zu erobern. „Der Gegner war allerdings auch schwächer als erwartet“, relativierte Trainer Thies Nowacki das Ergebnis.
Nachdem der Ausfall der beiden Urlauberinnen Marion Nommensen und Alexandra Gärtner sowie Janicke Bielfeldt (für den TSV Travemünde auf Torejagd) schon vor dem Spiel feststand, meldete sich zu Nowackis Bedauern am Sonnabend auch noch Nina Schilk krank. Mit nur sieben Feldspielerinnen und ohne gelernten Linksaußen hieß die Devise für die erste Halbzeit also, das Tempo möglichst gering zu halten, um Kräfte zu sparen. Dieses Konzept ging zunächst auch auf. Nach einer 3:0-Führung ließen die Schlossstädterinnen jedoch die Zügel etwas schleifen, mussten den Ausgleich zum 3:3 hinnehmen und lagen kurze Zeit später sogar das einzige Mal in der gesamten Partie mit 8:7 zurück.
Doch die Nowacki-Sieben zeigte sich unbeeindruckt und erspielte sich bis zur Pause wieder eine Zwei-Tore-Führung. Carolin Fischer zeigte auf der ungewohnten Linksaußenposition eine gute Leistung und war am Ende mit sieben Treffern (davon drei Siebenmeter) sogar erfolgreichste Schützin.
Nach dem Seitenwechsel war die Partie dann schnell entschieden. „Nachdem wir uns läuferisch zunächst zurückgehalten hatten, wollten wir in der zweiten Halbzeit schneller spielen und über den Gegenstoß zum Erfolg kommen“, erklärte Nowacki. Und genau so kam es auch. Mit fünf Treffern in Folge zogen die Stormarnerinnen innerhalb von neun Minuten auf 18:11 davon. Spätestens beim Stand von 23:12 (45.) war die Partie endgültig entschieden. „Eine 4:2-Deckung des Gegners hat uns dann noch einmal kurz aus dem Konzept gebracht“, so Nowacki, dessen Team sich aber nach einer Auszeit wieder besann und den Sieg letztlich sicher über die Runden brachte. Zudem durfte sich der Coach darüber freuen, dass sich alle sieben Feldspielerinnen in die Torschützenliste eintragen konnten.
Beim letzten Saisonspiel am kommenden Sonnabend (18 Uhr, Heimgartenhalle), kann der ATSV nun auf einmal noch auf den zweiten Tabellenplatz klettern. Wenn die SG Hamburg-Nord beim Vorjahresmeister Bramfelder SV verliert und die Ahrensburgerinnen ihre letzte Partie gegen die HG Norderstedt gewinnen, ziehen die Nowacki-Schützlinge an der SG vorbei. „Schön, wenn es am letzten Spieltag doch noch um etwas geht“, freut sich Nowacki.mf
Aufstellung Ahrensburg (Tore/Siebenmeter): Lisa Schier – Carolin Fischer (7/3), Bianca Schuster (6/1), Katja Schomburg (5), Simona Stahl (4), Nadine Grunwald (3), Kirsten Vester (2), Lena David (1).
Aus: Stormarner Tageblatt vom 13.04.2010
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