ATSV nimmt Revanche für Niederlage aus dem Hinspiel
Handball-Oberligadamen von Coach Thies Nowacki bezwingen die SG Hamburg/Nord knapp mit 19:18
Ahrensburg – Für die Handballerinnen des Ahrensburger TSV geht es, nachdem der Oberligist die Qualifikation für die neue Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein bereits geschafft hat, in den drei vor dem vergangenen Wochenende noch verbleibenden Partien dieser Saison eigentlich um nichts mehr. Dennoch war die Motivation vor dem Heimspiel gegen die SG Hamburg/Nord am Sonntag hoch. „Wir wollten nach der unglücklichen 17:18-Niederlage im Hinspiel diesmal unbedingt Revanche“, erklärt Trainer Thies Nowacki und durfte sich schließlich über das Gelingen dieses Unterfangens freuen: Gegen den Tabellenzweiten gewannen die Schlossstädterinnen mit 19:18 (9:6) und verteidigten damit ihren dritten Rang, der ihnen nun nicht mehr zu nehmen ist.
„Am Ende war der Sieg etwas glücklich, aber aufgrund der ersten Halbzeit auch verdient“, freute sich Nowacki, der auf Seiten seiner Truppe einige Startschwierigkeiten zu sehen bekam. Erst bis zur 20. Minute gelang es den Stormarnerinnen, sich bis auf 8:3 abzusetzen. Danach hatte der ATSV die Partie jedoch voll im Griff. Vor allem in der Abwehr überzeugte die Nowacki-Sieben, hatte unterdessen aber vorne auch einige Probleme mit der ebenfalls guten Gästedeckung der hamburgerinnen. In die Pause ging es beim zwischenzeitlichen 9:6 immerhin mit einem Drei-Tore-Vorsprung.
„Leider mussten wir dann den Ausfall von Nadine Grunwald hinnehmen, bei der eine alte Kapselverletzung im Daumen wieder aufgebrochen ist“, so Nowacki. „Dadurch stand unsere Deckung nicht mehr ganz so stabil.“ Entsprechend kamen die Gäste nach 40 Minuten zum 11:11-Ausgleich und lagen zehn Minuten vor Abpfiff erstmals nach dem 3:2 wieder mit 17:16 vorn. Die letzten Minuten boten dann wie schon im Hinspiel einiges an Spannung, aber auch Hektik. Lena David, die für Bianca Schuster im linken Rückraum kam, und Carolin Fischer sorgten für die erneute 18:17-Führung. Nach dem dann folgenden 18:18-Ausgleich erzielte Katja Schomburg gut eine Minute vor Ultimo den finalen Treffer zum 19:18-Sieg.
Derweil laufen die Planungen für die neue Saison auf Hochtouren. Mit Alexandra Gärtner, Katja Schomburg, Kirsten Vester, Simona Stahl und Marion Nommensen werden gleich fünf Spielerinnen aufhören. Einige Verstärkungen sind bereits in Aussicht. „Die Gespräche laufen, in Kürze wissen wir mehr“, erklärt Nowacki, der im Sommer als Trainer der zweiten ATSV-Mannschaft aufhören wird und sich voll auf die Oberliga-Frauen konzentrieren will.mf
Aufstellung ATSV: Schier – Schuster, Schomburg (je 4), Fischer (3), Schilk (3/2), Gärtner (2), David (1), Vester (1), Stahl, Nommensen, Grunwald, Bielfeldt.
Aus: Stormarner Tageblatt vom 30.03.2010
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