Judycki-Sieben: Personalsorgen vor dem Duell mit dem Tabellenführer

Handball-Oberliga: Herren des Ahrensburger TSV empfangen HSV Hamburg II/Damen sinnen gegen SG Hamburg-Nord auf Revanche

 

Ahrensburg – Wegen der Hamburger Schulferien hatten die beiden Handball-Oberliga-Teams des Ahrensburger TSV jeweils drei Wochen Punktspielpause. Während die Frauen (Tabellendritter, 28:10-Punkte) die Qualifikation für die neue Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein bereits klar machen konnten und nun mit einem Heimsieg in der morgigen Partie gegen die SG Hamburg-Nord (18 Uhr) Revanche für die knappe 17:18-Niederlage aus dem Hinspiel nehmen wollen, stehen die Herren (8., 14:24) im Niemandsland der Tabelle und erwarten mit dem HSV Hamburg II (zuvor um 16 Uhr, beide Spiele Heimgartenhalle) keinen Geringeren als den Tabellenführer.

Auch die Frauen der SG Hamburg-Nord haben die Qualifikation für die neue Oberliga bereits in der Tasche. „Wäre nicht das Hinspiel gewesen, das wir mehr als unglücklich verloren haben, dann könnte man meinen, es ginge am Sonntag nur noch um die goldene Ananas“, erklärt ATSV-Trainer Thies Nowacki, der davon ausgeht, dass gegen den Tabellenzweiten, der derzeit fünf Punkte mehr auf dem Konto hat als die Stormarnerinnen, alles passen muss, damit es zu einer Revanche reicht. „Wir müssen aus einer guten Abwehr in den Gegenstoß kommen, wenige technische Fehler produzieren und außerdem schnell von Angriff auf Abwehr umschalten“, so Nowacki.

Die Oberliga-Männer des ATSV stehen nach der Spielabsage gegen den Norderstedter SV und den beiden Niederlagen beim TuS Esingen (26:37) und der HG Hamburg-Barmbek (28:31) vor der nächsten schweren Aufgabe. Klassenprimus HSV Hamburg II weist gerade einmal drei Niederlagen in der bisherigen Saison auf und glänzte zuletzt beim 31:17-Sieg gegen den Verfolger Norderstedter SV. Zudem plagen ATSV-Spielertrainer Roman Judycki einige Personalsorgen. Bei Spielmacher André Peter wurde ein Knorpelschaden im Knie diagnostiziert. Ob er überhaupt noch einmal die Handballschuhe anziehen kann, ist noch unklar. Torhüter Raphael Orth kämpft unterdessen noch mit den Folgen einer Weißheitszahn-Operation. Hinter seinem Einsatz steht ebenso ein Fragezeichen wie hinter dem von Carsten Moritzen, der in der Woche mit einer Magen-Darm-Grippe das Bett hüten musste. Doch Judycki hat die Saison noch nicht abgehakt. „Wir geben nicht auf“, sagt der Coach.

Mit dem übrigens plant der ATSV, möglichst über die laufende Saison hinaus zu verlängern. In den kommenden Tage, so erläutert der stellvertretende Handball-Abteilungsleiter Lars Kiesbye, werde man sich Judycki zusammensetzen: „Wir wollen weiter mit ihm arbeiten.“ Sollte Judycki, der sich über seine Trainerzukunft derzeit wegen einer auf ihn zukommenden beruflichen Mehrbelastung noch nicht im Klaren ist, bleiben, dann erwarten ihn allerdings viele noch nicht beantwortete Fragen für die kommende Spielzeit. Da dem ATSV die Auflösung des Fördervereins „Supporters“ und damit Budgetkürzungen drohen, befürchtet Kiesbye, dass einige Spieler den Club verlassen könnten.mf/jak

 

Aus: Stormarner Tageblatt vom 27.03.2010

 

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