Nur noch zwei Punkte fehlen zur Qualifikation
Ahrensburg – Die Oberliga-Handballerinnen des Ahrensburger TSV haben einen großen Schritt in Richtung der neuen Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein gemacht. Nach dem 28:26 (14:13)-Erfolg beim Vorjahresmeister Bramfelder SV hat das Team von Trainer Thies Nowacki bereits sieben Punkte Vorsprung auf Platz fünf und benötigt aus den noch vier anstehenden Partien nur noch zwei Zähler. Schon mit einem Sieg bei der SG Altona am kommenden Sonnabend könnte der ATSV die Qualifikation perfekt machen.
Nach der überraschenden Niederlage gegen den Eimsbütteler TV am vergangenen Spieltag präsentierte sich die Nowacki-Sieben diesmal wie ausgewechselt. „Es war eine völlig andere Stimmung spürbar“, freute sich Nowacki, dessen Schützlinge sich einem starken Gegner gegenüber sahen, der dem ATSV alles abverlangte. Über 2:0 erarbeiteten sich die Schlossstädterinnen nach elf Minuten eine 6:3-Führung. Die Hausherrinnen glichen allerdings wenig später zum 7:7 aus (18.). „Zum Glück haben wir uns dann bis zur Pause noch einmal zusammengerissen“, erklärte Nowacki, der vor allem seiner Torhüterin Lisa Schier ein Lob aussprechen musste. „Anders als letzte Woche hat sie ganz stark gehalten und allein in den ersten 30 Minuten 15 Bälle pariert.“ Ohnehin hatte Nowacki ein „Spiel der Torhüterinnen“ gesehen, in dem auch Schiers Gegenüber Lena Teufel starke Reflexe zeigte. Probleme bereitete den Ahrensburgerinnen jedoch vor allem eine ehemalige Mitspielerin: Bettina Palder, Ehefrau von ATSV-Rückraumspieler Christoph Palder, die selbst mehrere Jahre in Reihen der Stormarnerinnen stand, erzielte sieben ihrer am Ende neun Treffer in der ersten Halbzeit. Ab der 23. Minute brachte Nowacki deshalb die angeschlagene Nadine Grunwald, die fortan dem Mittelblock des ATSV mehr Stabilität verlieh.
Die zweite Halbzeit verlief zunächst ausgeglichen, ehe sich die Ahrensburgerinnen etwas absetzen konnten (24:20). „Da dachten wir eigentlich, dass das Thema schon durch wäre“, gestand der Coach, der jedoch mitansehen musste, wie die Gastgeberinnen in der 60. Minute noch den Anschlusstreffer zum 26:27 erzielten. In den noch 15 verbleibenden Sekunden öffneten die Bramfelderinnen ihre Deckung und ATSV-Spielmacherin Alexandra Gärtner glückte mit einem Durchbruch wenige Sekunden vor Ultimo der finale Treffer zum 28:26-Sieg des ATSV.mf
Aufstellung des ATSV (Tore/Siebenmeter): Lisa Schier – Bianca Schuster (7/5), Alexandra Gärtner (6/2), Nadine Grunwald (4), Simona Stahl (3), Lena David, Katja Schomburg, Marion Nommensen, Janicke Bielfeldt (je 2).
Aus: Stormarner Tageblatt vom 02.03.2010
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