Nowacki-Sieben geht leer aus

Handball-Oberliga der Frauen: Ahrensburger TSV unterliegt nach schwacher Leistung Eimsbüttel mit 23:29

 

Ahrensburg – „Ich habe gerade keine Ahnung“, rief Lena David über das gesamte Feld, so dass es sogar auf der Tribüne gut zu vernehmen war. Und auch wenn der angesagte Spielzug in diesem Fall trotzdem zum Torerfolg führte, waren die Worte des Neuzugangs doch symptomatisch für das gesamte Spiel der Oberliga-Handballerinnen des Ahrensburger TSV gegen den Eimsbütteler TV. Der Tabellendritte präsentierte sich vor allem im Angriff ideenlos und unterlag am Ende auch in der Höhe verdient mit 23:29 (14:15). „Bei uns fehlte der unbedingte Siegeswille und die letzten Prozentpunkte in Sachen Kampf und Einsatz, um diese Partie für uns zu entscheiden“, sagte ein enttäuschter Trainer Thies Nowacki. Damit wurde es nichts mit der Revanche für die ebenfalls deutliche 20:27-Niederlage im Hinspiel.

Nach ausgeglichenem Beginn erspielten sich die Gäste eine 7:4-Führung, die jedoch nicht lange Bestand hatte. Der ATSV schaffte vier Tore in Folge und ging selbst mit 8:7 in Front. Aber es ging weiter hin und her. Aus dem 12:10 wurde binnen fünf Minuten ein 12:14, weil die Stormarnerinnen vor allem in der Abwehr zu passiv waren. So gelangen in dieser Phase ETV-Rückraumspielerin Vanessa Völschow drei ihrer am Ende sechs Treffer. „Wir konnten nie unser ganzes Leistungsvermögen abrufen und bekamen in der Abwehr die Eins-gegen-Eins-Aktionen und Rückraumwürfe nicht in den Griff“, erklärte Nowacki. Sein Team schaffte zwar noch einmal den Ausgleich, ging aber mit dem kleinstmöglichen Rückstand in die Pause.

Zehn Minuten ohne ein einziges Tor zwischen der 37. und 47. Minute brachten dann die Vorentscheidung zugunsten der Eimsbüttelerinnen, die von 18:17 auf 22:17 enteilen konnten. Ohne Konzept präsentierten sich die Schlossstädterinnen in der Offensive und fanden vor allem für die enge Bewachung der mit elf Toren überragenden Bianca Schuster keine Lösung mehr. Zudem haderten sie mehr als nur einmal mit den Entscheidungen des völlig überforderten Schiedsrichtergespanns Bernegg/Mohr und verpulverten dabei unnötige Energie. Außerdem scheiterten sie noch zuhauf bei klarsten Torchancen an Gästekeeperin Nicole Heidemanns oder an den eigenen Nerven. Da schließlich auch die zuletzt meist überragende Torhüterin Lisa Schier keinen besonders guten Tag erwischte, war der ATSV am Ende chancenlos.

Weil der Verfolger und nächste Gegner aus Bramfeld beim 28:35 gegen Klassenprimus SC Alstertal-Langenhorn chancenlos war, haben die Ahrensburgerinnen aber weiterhin komfortable fünf Zähler Vorsprung auf Rang fünf und damit die Qualifikation für die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein nach wie vor selbst in der Hand.mf

Aufstellung Ahrensburger TSV (Tore/Siebenmeter): Lisa Schier – Bianca Schuster (11/3), Simona Stahl (4), Nadine Grunwald, Carolin Fischer (je 2), Nina Schilk, Ann-Christin Borckenhagen, Marion Nommensen, Kirsten Vester (je 1), Alexandra Gärtner, Lena David, Katja Schomburg, Janicke Bielfeldt (n. e).

 

Aus: Stormarner Tageblatt vom 23.02.2010

 

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