ATSV unterliegt Spitzenreiter
Oberliga: Alstertal-Langenhorn zu stark für Ahrensburgs Handballerinnen
Ahrensburg – Der in dieser Saison noch verlustpunktfreie Tabellenführer war für die Oberliga-Handballerinnen des Ahrensburger TSV eine Nummer zu groß. Beim SC Alstertal-Langenhorn unterlagen die Stormarnerinnen mit 23:27 (10:13).
„Wir haben zu viele klare Möglichkeiten vergeben“, ärgerte sich ATSV-Trainer Thies Nowacki. „Allerdings wussten wir von vornherein, dass heute alles hätte passen müssen, um zu gewinnen.“ Beim Stand von 22:24 zwei Minuten vor dem Abpfiff war ein Punktgewinn durchaus noch möglich. Nowacki öffnete die Abwehr, um schnell in Ballbesitz zu kommen. „Das war Hopp oder Topp“, sagte der Coach. Sein Team vergab aber die Chance auf den Anschlusstreffer und unterlag am Ende noch deutlich.
Dabei hatten die Schlossstädterinnen vielversprechend begonnen und lagen nach vier Minuten mit 3:1 vorn. Doch der Klassenprimus zeigte, warum er mit elf Siegen aus elf Spielen souverän die „Herbstmeisterschaft“ gefeiert hatte und lag nur fünf Minuten später erstmals selbst mit 5:4 in Front. Bis zum 7:7 spielte die Nowacki-Sieben gut mit, dann kassierte sie vier Gegentreffer in Folge zum 7:11 und ging mit einem Drei-Tore-Rückstand in die Pause.
Direkt nach dem Wiederanpfiff verkürzte der ATSV auf 12:13 und blieb zunächst dran, aber nach erneut vier Gegentoren in Serie betrug der Abstand nach 48 Minuten beim 17:23 sogar sechs Treffer. Die Gastgeberinnen versuchten das Ergebnis über die Zeit zu retten. Aber die in dieser Phase überragende Bianca Schuster sorgte dafür, dass die Ahrensburgerinnen trotzdem Tor um Tor aufholten. Von den letzten zehn ATSV-Treffern erzielte Schuster neun und war mit insgesamt zehn Toren auch erfolgreichste Schützin. Doch am Ende stand sie mit ihrem Team mit leeren Händen da.
Trotzdem zeigte sich Nowacki nicht unzufrieden: „Angesichts der momentanen Trainingsbeteiligung geht das in Ordnung.“ Insbesondere seine Rückraumspielerinnen hatte der Coach vor dem ersten Spiel der Rückrunde kaum zur Verfügung. Zudem musste er auf Neuzugang Nina Schilk verzichten, die kurzfristig von ihrem Arbeitgeber abberufen wurde. Ihr Debüt im ATSV-Trikot wird sie nun voraussichtlich in der Heimpartie gegen die SG Harburg am kommenden Sonntag (17 Uhr, Heimgartenhalle) feiern. „Ich hoffe jetzt nur, dass wir dann mit dem gleichen Einsatz zu Werke gehen,“ legt der Coach den Maßstab hoch.mf
Aufstellung Ahrensburg (Tore/Siebenmeter): Lisa Schier – Bianca Schuster (10/1), Nadine Grunwald (4), Katja Schomburg (3), Simona Stahl (2), Janicke Bielfeldt, Lena David, Marion Nommensen (je 1), Alexandra Gärtner (1/1), Kirsten Vester, Carolin Fischer, Ann-Christin Borckenhagen.
Aus: Stormarner Tageblatt vom 19.01.2010
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