Ahrensburgerinnen „überraschen“ ihren Trainer mit Bestleistungen

Ahrensburg – ATSV-Trainer Thies Nowacki wurde von seinen Handballerinnen mit dem 33:23 (13:10) im Oberligaspiel bei der HG Norderstedt regelrecht überrascht. Nowacki hatte im Training der Vorwoche mit Verletzungssorgen und krankheitsbedingten Ausfällen seiner Spielerinnen zu kämpfen, erwartete einen konditionell starken Gegner und hatte Befürchtungen, dass sich die Weihnachtsfeier vom Vortag negativ bemerkbar machen könnte in der Leistungsbereitschaft seiner Spielerinnen. Doch nichts von alledem hielt die Ahrensburgerinnen an diesem Tag auf.

Nur in der ersten Spielhälfte waren die Gastgeberinnen, die mit einem Sieg Platz drei hätten erreichen können, ein ebenbürtiger Gegner. Nowacki hatte im Vorfeld gewarnt, weil er vor zwei Jahren selbst in Norderstedt Trainer war und noch viele Spielerinnen kannte. Ihr temporeiches, auf schnelle Gegenstöße ausgerichtetes Spiel kam an diesem elften Spieltag aber nie richtig zur Geltung. Nicht einmal das frühzeitige Ausscheiden der einzigen etatmäßigen Rückraumrechten, Kirsten Vester, irritierte das zielstrebige Auftreten der Nowacki-Sieben. Kreisläuferin Caroline Fischer teilt sich die Aufgabe mit Rechtsaussen Simona Stahl auf der ungewohnten Halbposition.

Aus der Halbzeitpause kamen die Ahrensburgerinnen mit noch mehr Schwung, legten fünf Tore in sieben Minuten vor und waren nicht mehr aufzuhalten. „Da lief die beste Viertelstunde, die ich von den Mädels bisher gesehen habe“, staunte ihr Trainer Nowacki. „Es klappte einfach alles. Tempo, Spielwitz und konsequenter Abschluss.“ Er durfte miterleben, wie der Vorsprung bis zur 51. Minute auf 29:15 ausgebaut wurde. Erst, als sich die Norderstedterinnen in ihr Schicksal ergeben hatten, schlichen sich einige Konzentrationsmängel ein und die Gastgeberinnen konnten das Endergebnis noch erträglich gestalten.
„Mit diesem Abschneiden zur Winterpause konnten wir vor der Saison nicht rechnen“, zog Nowacki nach dem Spiel ein gut gelauntes Fazit. Aufgrund von Trainerwechseln wäre die erste Mannschaft beinahe gar nicht gemeldet worden und startete ohne Vorbereitung in die Saison. Auf Tabellenplatz drei, der zur Oberligaqualifikation im nächsten Jahr reichen würde, erwartet Nowacki gespannt die Rückrunde.tgo

Ahrensburg spielte mit: Lisa Schier (17/3 Paraden), Monika Klar (n.e.), Alex Gärtner (7/3), Moni Stahl, Jana Bielfeldt (je 6), Caro Fischer (4), Marion Nommensen, Nadine Grunwald (je 3), Bianca Schuster (2), Anni Borckenhagen, Katja Schomburg (je1).

 

Aus: Stormarner Tageblatt vom 15.12.2009

 

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