Aufwind trotz Personalnot

Handball-Oberliga der Frauen: Ahrensburger TSV setzt sich souverän 28:19 gegen TV Fischbek durch

 

Ahrensburg – An eine normale Spielvorbereitung war in der vergangenen Woche bei den Oberliga-Handballerinnen des Ahrensburger TSV nicht zu denken. „Ein vernünftiger Trainingsbetrieb war aufgrund von Grippe, Verletzungen und beruflicher Abwesenheit etlicher Spielerinnen nicht möglich“, haderte Trainer Thies Nowacki, der in der Partie gegen den Aufsteiger TV Fischbek auf Bettine Bechthold und Ann-Christin Borckenhagen verzichten mussten. Zudem gingen Torhüterin Lisa Schier und Kreisläuferin Nadine Grunwald grippegeschwächt in die Begegnung. Trotzdem reichte es am Ende für die Schlossstädterinnen zu einem nie gefährdeten 28:19 (15:9)-Sieg. „Das war so sicherlich nicht zu erwarten gewesen“, freute sich der Coach.

Mit Carolin Richter, Elisabeth Haude und Nina Köppler halfen gleich drei Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft aus, die noch am Abend zuvor in Buxtehude einen 40:22-Kantersieg gefeiert hatten. Dort hatte auch Rückkehrerin Carolin Fischer Spielpraxis gesammelt, die gegen Fischbek ihr Heimdebüt feierte und sich dabei als flexibel einsetzbar und vor allem als sichere Siebenmeterschützin erwies.

Der ATSV führte schnell mit 3:0, musste dann allerdings nach vier Minuten wieder den Ausgleich zum 4:4 hinnehmen. Doch die Fischbeker Aufholjagd war nur ein Strohfeuer. Die Stormarnerinnen übernahmen erneut die Führung und bauten diese kontinuierlich bis zum Halbzeitstand von 15:9 aus.

Nach dem Wiederanpfiff verflachte die Partie zusehends und am Abstand tat sich lange Zeit nicht viel. Nowacki nutzte die Gelegenheit, um allen Akteurinnen Spielanteile zu gewähren. Näher als auf fünf Tore kamen die Gäste nicht mehr heran. Aber erst in den letzten sieben Minuten wurde es durch vier ATSV-Treffer in Serie deutlich.

Durch den Erfolg und den überraschenden Ausrutscher des Bramfelder SV gegen die HT 16 schoben sich die Ahrensburgerinnen wieder auf Platz drei nach vorne und freuen sich schon auf die nahende Winterpause. „Wir müssen uns jetzt irgendwie durchhangeln und zusehen, dass wir gegen die starke HG Norderstedt am nächsten Wochenende nicht unter die Räder geraten“, fordert Nowacki. „Zur Rückrunde wird dann mit Lena David eine alte Bekannte wieder einsteigen und uns im Rückraum entlasten. Und wenn es gesundheitlich so weiterläuft, ist auch Nina Schilk ab Januar dabei.“mf

Aufstellung Ahrensburg (Tore/Siebenmeter): Schier (1.-52. Minute, 13/3 Paraden), Richter (52.-60., 3 Paraden) – Stahl (6/2), Gärtner (5), Schomburg (4), Fischer (4/3), Nommensen (3), Vester (2), Schuster, Grunwald, Bielfeldt (je 1), Köppler (1/1), Haude.

 

Aus: Stormarner Tageblatt vom 08.12.2009

 

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