Abwehr der HSG Tarp-Wanderup lässt Ahrensburg verzweifeln
Überraschender 23:14-Erfolg gegen den Tabellenzweiten der Frauen-Oberliga
Tarp – „Das war mit Abstand unsere beste Abwehr- und Torhüterleistung in dieser Saison. Es hat wirklich fast alles funktioniert“, jubelte Tarps Trainerin Anette Hesse nach dem Überraschungscoup gegen den Ahrensburger TSV. Die HSG Tarp-Wanderup hatte den Zweiten der Handball-Oberliga der Frauen überraschend mit 23:14 (11:4) bezwungen. Der Schlüssel zum Sieg war die kompromisslose Abwehrarbeit.
Der ATSV hatte die letzten sieben Oberliga-Spiele gewonnen und war so als haushoher Favorit an die Treene gereist. „In dieser verrückten Liga kann aber jeder jeden schlagen. Das hat unser Spiel wieder bewiesen“, meinte Hesse. Die Partie litt wie schon im Hinspiel unter der enormen Härte auf beiden Seite. Die Unparteiischen ließen dabei sehr viel durchgehen und so kam wenig Spielfluss auf.
Tarp-Wanderup kam mit diesen Bedingungen aber besser zurecht. Dank der kompakten 6:0-Abwehr kam Ahrensburg kaum zu klaren Möglichkeiten. Zudem lief Torhüterin Vera Callsen-Bracker zur Gala-Form auf und wurde schnell ein Faktor für die Tarper Überlegenheit. Über 5:1 und 6:2 (15.) erarbeitete sich die HSG ihren klaren Vorsprung bis zur Pause und ließ gerade einmal vier Gegentore gegen die drittbeste Angriffsreihe der Oberliga zu.
Diesmal machte Tarp jedoch nicht den Fehler, einen Vorsprung noch aus der Hand zu geben. „Wir haben den Ball lange gehalten, um uns klare Chancen zu erspielen. Dabei haben wir kaum technische Fehler gemacht“, erkannte Anette Hesse ein fast perfektes Spiel. Nach dem 17:7 machte Ahrensburg in dreifacher Überzahl zwar drei Tore in Folge (45.). Doch dies erwies sich nur als Strohfeuer. In Gleichzahl schloss das Tarper Abwehr-Bollwerk wieder seine Tore und besiegelte den hochverdienten Kantersieg gegen den Favoriten.mf
HSG Tarp-Wanderup: Callsen-Bracker - C. Hansen (3), Lucht (2/2), Lorenzen (4), Heyck-Schäfer (1), Luth, Lilienthal (2), Jacobsen (5), J. Hansen (3), Nieswand (1), Schäfer (2).
Aus: Flensburger Tageblatt vom 21.03.2011
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